die arterielle Regel oder warum eine Blockade des Rückens nicht nur schlecht fürs Reiten ist


Eine der Grundlagen der Osteopathie ist die arterielle Regel. Sie besagt, dass jegliche Gewebe/Organe nur voll funkionstüchtig sind, wenn sie zu 100% durchblutet werden.

Denn: Blut bringt Sauerstoff, Nährstoffe, Immunzellen..

Wann stagniert das Blut? Die Durchblutung kann durch verschiedene Vorgänge beeinträchtigt sein:

zum Beispiel wenn ein überlasteter Muskel sich verspannt und zusammenzieht und damit Kapillaren oder Arteriolen abdrückt. Dementsprechend auch nach jeglichen Schwellungen (Tritt, Hämatom..).

Aber auch durch eine Wirbelblockade wird die Durchblutung in bestimmten Bereichen vermindert.

Warum?

Dazu muss man wissen, dass in jeder Arterienwand Muskeln vorhanden sind, die die Weite des Blutgefäßes regeln. Diese Muskeln werden natürlich durch Nerven gesteuert. Und diese Nerven kommen eben aus dem Rückenmark/Hirn und treten zwischen zwei Wirbeln aus.

Was hat das für Folgen? Ständige Minderversorgung mit Blut führt zur Schwäche eines Gewebes.

Dabei können z.B. Strukturen des Beines (z.B. Hufrolle, Sehnen) oder innere Organe betroffen sein.

Ständige Empfindlichkeiten in einem Bereich (z.B. Blähungen, Kotwasser, Kolik, Husten, Eierstockszysten) geben einen Hinweis auf eine schlechte Blut- und Nervenversorgung des Organs.

Wenn zum Beispiel der Dünndarm nicht richtig arbeitet und sich in regelmäßigen Abständen zusammenzieht um den Nahrungsbrei weiterzuleiten, bleibt das angedaute Futter stehen, gärt, dadurch bilden sich Gase, der Darm schwebt, steigt auf und kann sich im schlimmsten Fall verdrehen - ein absoluter Notfall.

Eine verminderte Blutversorgung von Atemwegsschleimhäuten führt zB. zur schwächeren Immunabwehr, Keime können leichter eindringen und Nasennebenhöhlenentzündungen oder Bronchitiden sind die Folge.

Fazit

Darum sollte man Verspannungen und Muskelverhärtungen beim Pferd durchaus ernst nehmen und ihnen entgegen wirken soweit das selber zuhause möglich ist. (Korrekter Sattel, Dehnung, Abwechslung in der Arbeit, sinnvoller Trainingsaufbau, Zahnkontrollen...). Ein Pferd ist eben ein Gesamtorganismus und man kann den Bewegungsapparat nicht getrennt vom Rest des Tieres betrachten.

Treten plötzliche Leistungseinbußen / Unwilligkeiten etc. auf oder sind andauernde Muskelverhärtungen zu spüren, ist es ratsam nicht zu lange zu zögern einen guten Osteopathen zu Rate zu ziehen.

Denn langfristige Folgen betreffen neben der verminderten Rittigkeit (und damit sinkender Motivation des Pferdes) die gesamte Gesundheit des Pferdes.

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