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Gut zu Fuß? - Interessantes zum Thema Hufe

July 28, 2016

 

Die Hufe unserer Pferde - sie tragen das Glück der Erde!

Darum widme ich den heutigen Blogeintrag dem Huf - ein paar Fakten zum manchmal etwas vernachlässigten Thema. 

 

 

 

 

 

Ein Huf nimmt Belastungen bis zu 1000 kg auf.

 

Im Stand verteilt sich das Gewicht des Pferde gleichmäßig auf alle vier Hufe, wobei Vorderhufe zusammen ca. zwei Drittel tragen und die Hinterhufe den Rest.

Der britische Hufschmied Gail Williams hat jedoch berechnet, dass ein Warmblut bei der Einbeinstütze im Galopp inklusive der Fliehkräfte bis zu 1000kg Last auf einen Huf legt.

 

 

 

 

Die Form – vorne anders als hinten?

 

Vorderhufe besitzen eine rundere Form, Hinterhufe dagegen sind von unten betrachtet schmaler und länger. Warum ist das so?

Die Hauptlast des Pferdes liegt auf der Vorhand – die breiten Hufe verteilen die Last besser. Die Hinterhand dagegen sorgt für Schub – und mit der etwas längeren Zehe kann sich das Pferd besser abdrücken.

 

 

 

 

 

Was ist der Abrollpunkt?

 

Der Abrollpunkt ist die Linie am Huf, wo das Pferd in der Bewegung den Tragebereich verlässt, über diese Linie abrollt und anfängt die Trachten vom Boden zu lösen. Abrollen findet nicht nur vorne statt, sondern auch schräg und seitlich (bei Seitwärtsgängen). Der individuelle Abrollpunkt wird durch den Schmied bestimmt. Er kann am Barhuf angebracht und/oder am Eisen zu finden sein.

Liegt der Abrollpunkt zu weit vorne, weil keine Zehenrichtung angebracht ist, oder die Zehe zu lang ist, ist es für das Pferd sehr mühsam das Bein vorzuführen. Folgen sind z.B. verspannte Halsmuskulatur oder das Greifen der Hinterhufe in die Vorderhufe (Der Vorderhuf bleibt zu lange am Boden).

 

 

 

 

Huf wachsen im Sommer schneller als im Winter.

 

 

 

 

Normale Fußung

 

Ein hufgesundes Pferd fußt zuerst kurz mit der Trachte, dann mit der Unterseite und schließlich rollt es nach vorne ab. Weder eine Zehenfußung noch eine Trachtenfußung sind normal.

Bei Ersterer kommt zuerst die Zehenspitze auf dem Boden auf und dann klappt der Huf hinten herunter – dabei kommt es zu unphysiologischen Belastungen der Zehenstrukturen und Gelenke. Eine Trachtenfußung tritt zum Beispiel bei Hufrehe auf.

 

 

 

 

Hydraulische Stoßdämpfung

 

Im Huf befindet sich ein Netzwerk von Arterien und Venen. Bei jedem Auftreten weichen die Trachten geringgradig auseinander (Hufmechanismus) und das Blut wird mit hohem Druck in den hinteren Anteil des Hufes gepumpt. Damit besitzt der gesunde Huf eine natürliche hydraulische Stoßdämpfung!

 

 

 

 

Vier Herzen

 

Diese Pumpfunktion kommt dem Herzen des Pferdes zugute. Denn das „ausgepresste“ Blut kann durch Venenklappen nicht mehr zurück fließen, sondern folgt seinem Weg weiter zurück zum Herzen. Damit übernehmen die Hufe des Pferdes eine Pumpfunktion und entlasten das Herz. Diesen Mechanismus machen sich viele Distanzreiter zunutze – und lassen ihre Pferde barfuß oder mit Hufschuhen laufen, da Eisen den Hufmechanismus beeinträchtigen.

 

 

 

 

Huf eines Wildpferdes

 

So sieht ein Huf eines Wildpferdes aus: klein, kurz und extrem stabil.

(Bilder aus: Pete Ramey, Making natural hoof care work for you) 

von unten: flacher breiter Strahl, keine tiefen Furchen und keine Ritzen im Ballen

 

 

 

Also - No foot no horse!

 

„Kein Strahl, kein Huf – kein Huf, kein Pferd“ - Da der Huf ein Spiegel schlechter Gliedmaßenkonstruktion ist, muss die Gliedmaße fehlerfrei sein, um eine korrekte Hufform zu gewährleisten.

(Adams Lameness in Horses)

 

Gebt Acht auf die Hufe eurer Pferde, sie tragen das Glück der Erde! :-)

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